Wie wir immer grüner werden und doch nichts für die Umwelt getan ist

Das Theater der deutschen Politik hat eine neue Tragikomödie im Programm. In den Hauptrollen: Die Deutsche Umwelthilfe und Darmstadt. Außergerichtlich einigen sich die beiden Konfliktparteien auf Fahrverbote für zwei Straßen der hessischen Großstadt. Die Kritiker sind zwiegespalten: ein Trauerspiel, da Unschuldige das Fehlverhalten anderer ausbaden müssen, sagen die einen, doch fühlt man sich ungemein unterhalten angesichts der Tatsache, dass die Grenzwerte für Stickoxide auf völlig unwissenschaftlichen Kriterien basieren, sagen die anderen. Mit ein wenig Optimismus kann man aus diesem Stück nur Lehren ziehen. Prädikat: besonders wertvoll!

Auf den ersten Blick hat das Theaterstück eine moderne, zeitgenössische Handlung, denn es wurde kein Gerichtsverfahren angestrebt. Stattdessen haben sich die beiden Parteien außergerichtlich durch einen Vergleich einigen können. Im Rahmen dessen vermittelt ein neutraler Mediator zwischen den Parteien und erarbeitet mit diesen eine interessengerechte, langfristige und einvernehmliche Konfliktlösung. Nicht nur die ohnehin völlig überlastete Justiz atmet auf, denn es kommt viel unkomplizierter zu einer fairen Lösung für alle Beteiligten. Professionelle Mediation haben auch wir im Portfolio: www.mediation-schubert.com

Und doch werden die 155.000 Einwohner Darmstadts zu den tragischen Verlierern des Streits. Denn der Schein trügt – jetzt kommt die Pointe – die ganze Chose basiert auf falschen Prämissen! Zu viele Fachbegriffe? Reden wir Klartext: die Deutsche Umwelthilfe hat zwar geltendes Recht verteidigt – 40 Mikrogramm Stickoxid pro Kubikmeter Luft sind der EU-Grenzwert – doch stammen diese Zahlen aus einer WHO-Studie und wurden lediglich errechnet und festgelegt. An Arbeitsplätzen und Werkstätten gelten deutlich höhere Grenzwerte. Da kann Sinn und Unsinn gut und gerne in Frage gestellt werden.

Halten wir uns nicht mit Details auf. Fakt ist, Darmstadt hat ein Problem. Es gelten ab nächstem Jahr Fahrverbote, die bei genauem Nachdenken völlig unbegründet sind. Es ist Ihnen egal, weil Sie nicht in Darmstadt leben? Klicken Sie noch nicht weiter. Was können wir aus diesem Stück lernen? Nehmen Sie nicht alles so hin, wie es allgemein akzeptiert ist. Fahrverbote sind ein Kompromiss zum Nachteil aller. Darmstadt schröpft seine Bürger und die Deutsche Umwelthilfe wird ihrem Namen nicht gerecht, da der Umwelt nicht wirklich geholfen ist. Gerade nicht, wenn alte Diesel einfach auf andere Straßen ausweichen. Geschickte Verhandlungsführung kann im Interesse beider Parteien sein. Das berühmte Harvard-Prinzip zielt genau darauf ab und hätte hier zu deutlich mehr Erfolg führen können. Falls Sie Interesse haben selbst erfolgreich verhandeln zu lernen, können Sie gerne auf uns zu kommen: www.sec-t.de/verhandlungstraining/

Wenn Sie wirklich etwas Gutes für die Umwelt tun wollen, fahren Sie mal wieder Fahrrad statt Auto. Haben Sie keine Angst vor überschrittenen Grenzwerten am Radweg neben der Straße. Sie können immer noch voll durchatmen! Nehmen Sie einen tiefen Atemzug und widmen sich wieder den Aufgaben von denen Sie dieser Blogeintrag abgelenkt hat. Oder lesen unsere anderen Beiträge unter www.sec-t.de/blog

Die SEC GmbH wünscht Ihnen eine schöne restliche Vorweihnachtszeit!

By |2019-01-12T17:01:09+00:00Dezember 21st, 2018|Allgemein|