Weniger ist mehr: Multitasking kritisch beleuchtet

Wer wäre nicht gerne multitakingfähig, in einer Welt, in der 24 Stunden am Tag nicht mehr genug zu sein scheinen? Digitale Technologien haben unserem Arbeitsleben einen unfassbaren Produktivitätsschub verliehen. Computerprozessoren mit 8 Kernen erledigen etliche Aufgaben für uns. Gleichzeitig. Während wir schon beim Telefonieren am Steuer langsam an unsere kognitiven Grenzen kommen.

In diesem Artikel geht es um Multitasking, warum es nicht zielführend ist und was Sie direkt tun können, um es zu vermeiden! Wir alle wollen mit großen Schritten Richtung Erfolg gehen. Besser machen wir dabei nur einen Schritt nach den anderen, sonst kommt man schnell ins Stolpern. Dieser Blogbeitrag ist inspiriert von Martin Schuberts und Beate Schneiders „Die Multitaskingfalle“ – ein moderner Ratgeber zum Umgang mit der Aufgabenflut, der wir uns im hektischen Arbeitsleben gegenüber sehen. Klicken Sie auf das Bild, um noch mehr über effektive Arbeitsmethoden zu lernen.

„Was machst du, um dich zu entspannen?“, fragte der Schüler seinen Meister.

„Nichts“, erwiderte der Meister.
„Wenn ich gehe, gehe ich,
wenn ich esse, esse ich,
und wenn ich schlafe, schlafe ich.“

„Das tun doch alle“, meinte der Schüler darauf.

„Eben nicht!“, antwortete der Meister.

(Buddhistische Anekdote)

Frauen brüsten sich gerne mit Ihrer Multitaskingfähigkeit. Ich muss sie wohl enttäuschen. In Wirklichkeit springt Ihr Gehirn nur sehr schnell zwischen zwei (oder mehreren) Aufgaben hin und her. Sie richten Ihre Aufmerksamkeit aber immer nur auf eine Sache. Selbstverständlich wird dieser Blog-Artikel nicht der kompletten Wissenschaft darum gerecht, doch die Essenz stimmt. Versuchen Sie viele Dinge gleichzeitig zu tun, wird Ihre Konzentration schwächer und Ihre Fehlerquote wird unweigerlich steigen. Es gibt dennoch einige gute Dinge, die Sie beherzigen sollten. Sie werden Stress reduzieren, Ihre Fehlerquote senken und Ihren Spaß an der Arbeit fördern. Ich möchte Ihnen hier kurz drei vorstellen.

Geben Sie Ihrer Arbeit eine Emotion.

Sie können Störungen vermeiden, indem Sie ihrer Aufgabe einen emotionalen Stellenwert verleihen. Das lässt sich am leichtesten bewerkstelligen, indem Sie einem Projekt einen Namen geben. Eine Steuererklärung zu machen heißt dann in Ihrem Terminplaner „Finanzen leicht gemacht“ oder etwas ähnliches. Wohlklingende Namen führen dazu, dass Sie sich leichter mit Ihrer Arbeit identifizieren können. Und das wird es Ihnen leicht machen, sich zu konzentrieren und der Sache Aufmerksamkeit zu widmen.

Entscheiden Sie sich. 

Täglich müssen wir etliche Entscheidungen treffen. Noch schnell einkaufen auf dem Heimweg? Sie fangen an Ihre Zeit zu kalkulieren, welche Synergien sich bilden würden, wenn Sie jetzt, da Sie eh unterwegs sind, noch diese Aufgabe mitnehmen. Aber dann fängt möglicherweise schon das Bundesliga-Spiel an. Ohje, jede Menge Faktoren, die zu berücksichtigen sind. Welche Entscheidung bringt da nur den richtigen Nutzen? STOP! Verschwenden Sie nicht zu viel Zeit mit unproduktiven „Overthinking“. Nehmen Sie die Informationen, die Sie haben, treffen dann eine klare Entscheidung – Ihre Intuition hilft Ihnen – und halten Sie sich daran. Verschwenden Sie jetzt keinen Gedanken mehr daran und behalten einen klaren Kopf.

Keine Macht der E-Mail.

Die E-Mail ist das Sinnbild der Ablenkung geworden. Viele beginnen Ihren Arbeitstag mit E-Mails und ehe man sich versieht, ist man in der Fremdbestimmungsfalle. Durch das digitale Kommunikationsmedium geht viel der zwischenmenschlichen Kommunikation verloren. Befolgen Sie diesen Tipp: setzen Sie sich fixe Zeiten am Tag, an denen Sie E-Mails schreiben und beantworten. Beispielsweise einmal am Vormittag, einmal am Nachmittag. Davor und danach arbeiten Sie konzentriert an einer Ihrer Aufgaben. Geben Sie der Mail nicht mehr Macht, als Sie verdient hat.

Autor: Marc Haase
Junior Consultant SEC GmbH
Economics (B.Sc.), Political Science (M.A.)

By |2019-03-16T09:49:25+01:00März 16th, 2019|Allgemein|